Sabine Schiffner

Sabine Schiffner (* 24. September 1965 in Bremen) ist eine deutsche Schriftstellerin.

Sabine Schiffner wurde am 24. September 1965 in Bremen geboren und studierte Theaterwissenschaften, Germanistik und pädagogische Psychologie in Köln. Von 1992 bis 1996 war sie Mitglied des Schauspielensembles am Kölner Schauspielhaus. Sie arbeitete als Regieassistentin von Werner Schroeter und Günter Krämer und inszenierte eigene Stücke. Sie arbeitete anschließend als Regisseurin für diverse Fernsehsender, erstellte Dokumentationen und Industriefilme. Von 1999 bis 2007 arbeitete sie als freie Lektorin und Übersetzerin für den Könemann Verlag. Von 1988 bis 1992 war sie Mitglied der Kölner Autorenwerkstatt. Von 1998 bis 2007 hat sie eine Reihe mit Lesungen junger Autoren (Eupener Speicher) organisiert und betreut. Sie schreibt vor allem Lyrik, daneben verfasst sie Erzählungen, Romane und Hörspiele. Sie ist auch als Übersetzerin aus dem spanischen und katalanischen und als Herausgeberin tätig. Ihr erster Gedichtband „besteck im kopf“ ist 1995 im Emons Verlag in Köln erschienen. Ihr hoch gelobter Debütroman Kindbettfieber, erschienen im S. Fischer Verlag, wurde mit dem Jürgen-Ponto-Preis der Dresdner Bank für das beste literarische Prosadebüt des Jahres 2005 ausgezeichnet. Sie nahm im selben Jahr am Ingeborg-Bachmann-Literaturwettbewerb teil. 2006 war sie im Rahmen eines Stipendiums der Villa Aurora für mehrere Monate in Los Angeles in der ehemaligen Villa von Lion Feuchtwanger tätig. Von 2007 bis 2011 hat Sabine Schiffner in Spanien (Deià, Mallorca) gelebt. Seit 2011 lebt sie mit ihren beiden Kindern wieder in Köln.
Sie ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.
Buchbesprechung: Fremdgedanken: http://www.fixpoetry.com/feuilleton/rezensionen/2154.html

Moncton Coliseum

Das Moncton Coliseum ist eine Mehrzweckhalle in der kanadischen Stadt Moncton, Provinz New Brunswick. Es ist Austragungsort der Heimspiele des QMJHL-Teams Moncton Wildcats. Die Arena wurde 1973 eröffnet. Der Eigentümer ist der Moncton Coliseum Complex.

Das Moncton Coliseum ist zurzeit die Spielstätte der Moncton Wildcats aus der QMJHL. Zuvor diente es bereits den professionellen Eishockeymannschaften New Brunswick Hawks (1978–1982), Moncton Alpines (1982–1984), Moncton Golden Flames (1984–1987) und schließlich der Moncton Hawks (1987–1994) aus der American Hockey League (AHL) für deren Heimspiele.
Vom 4. bis zum 12. April 2009 fand im Moncton Coliseum die Curling-Weltmeisterschaft der Herren statt.
Seit einigen Jahren wird der Neubau einer Halle geplant. Im August 2015 stimmte die Stadt für den Bau. Das Moncton Downtown Centre soll von 2016 bis 2018 errichtet werden.
K. C. Irving Regional Centre (Acadie–Bathurst) | Centre Henry-Leonard (Baie-Comeau) | Centre d’Excellence Sports Rousseau (Blainville-Boisbriand) | Centre 200 (Cape Breton) | Centre Georges-Vézina (Chicoutimi) | Centre Marcel Dionne (Drummondville) | Centre Robert-Guertin (Gatineau) | Scotiabank Centre (Halifax) | Moncton Coliseum (Moncton) | Charlottetown Civic Centre (P.E.I.) | Colisée Pepsi (Québec) | Colisée de Rimouski (Rimouski) | Aréna Iamgold (Rouyn-Noranda) | Harbour Station (Saint John) | Centre Bionest de Shawinigan (Shawinigan) | Palais des Sports Léopold-Drolet (Sherbrooke) | Centre Air Creebec (Val-d’Or) | Colisée Desjardins (Victoriaville)

Funktional

Als Funktional bezeichnet man in der Mathematik zumeist eine Funktion aus einem Vektorraum in den Körper, der dem Vektorraum zugrunde liegt.
Oft ist V ein Funktionenraum, also ein Vektorraum, dessen Elemente reell- oder komplexwertige Funktionen sind. Ein Funktional ist somit eine Funktion auf Funktionen. Der mathematische Teilbereich der Funktionalanalysis bekam seinen Namen, da er historisch aus dem Studium solcher Funktionale hervorging.
Als grundlegende Unterscheidung ist es sinnvoll, lineare und nichtlineare Funktionale gesondert zu betrachten, da diese beiden Arten von Funktionalen auf sehr unterschiedliche Weise in der Mathematik behandelt werden. In beiden Fällen beschränken wir uns hier auf die fast ausschließlich untersuchten Fälle, in denen der Zahlenkörper (Skalarkörper) der Körper der reellen Zahlen oder der Körper der komplexen Zahlen ist.

Sei ein -Vektorraum mit . Ein Funktional ist eine Abbildung
Ein lineares Funktional auf dem Vektorraum der Funktionen auf der reellen Achse ist das Auswertungsfunktional an der Stelle Null
Dieses Funktional heißt Delta-Distribution oder Dirac-Delta.
Ein nichtlineares Funktional auf dem Vektorraum der Kurven im Raum, speziell hier stetig differenzierbare Funktionen von nach , ist das Bogenlängenfunktional
In den meisten Bereichen der Funktionalanalysis, etwa in der Theorie der topologischen Vektorräume, wird der Begriff Funktional (ohne weiteren Zusatz) als Synonym für lineare Funktionale benutzt. Ein solches Funktional ist definitionsgemäß eine lineare Abbildung des Vektorraumes in seinen Skalarkörper . Die Menge all dieser Funktionale ist wiederum in natürlicher Form ein Vektorraum über dem gleichen Körper , indem man für zwei Funktionale und über die Addition und Skalarmultiplikation punktweise definiert, d. h.
Der Vektorraum der linearen Funktionale auf dem Vektorraum wird der algebraische Dualraum genannt und oft mit bezeichnet.
Für den Vektorraum ist der Dualraum kanonisch isomorph zum Vektorraum selbst, d. h. . Der kanonische Isomorphismus wird dabei über das Standardskalarprodukt vermittelt:
Für den Vektorraum gilt ähnliches wie im ersten Fall, allerdings ist die kanonische Abbildung in diesem Fall semilinear:
Der Dualraum ist in diesem Fall also gleich groß, hat aber bezüglich der kanonischen Abbildung eine andere Skalarmultiplikation. Im Sinne der linearen Algebra sagt man auch der Dualraum ist kanonisch isomorph zum komplex konjugierten Vektorraum.
Für allgemeine endlichdimensionale Vektorräume kann man durch die Wahl einer Basis und Anwendung der beiden ersten Fälle zeigen, dass der Dualraum immer die gleiche Dimension wie der Ursprungsraum hat. Die Abbildungen zwischen dem Vektorraum und dem Dualraum sind dann aber im Allgemeinen nicht kanonisch.
Für unendlichdimensionale Vektorräume ist der Fall wesentlich komplizierter. In einigen wichtigen Fällen, z. B. für Hilberträume, ist der Vektorraum zwar ein kanonischer Unterraum, im Allgemeinen gilt dies allerdings nicht. Der algebraische Dualraum eines unendlichdimensionalen Vektorraums hat zudem immer größere Dimension (im Sinne der Kardinalität einer algebraischen Basis) als der Ursprungsraum.
Wie gerade gesehen, ist der algebraische Dualraum eines unendlichdimensionalen Vektorraums immer größer oder gleich dem ursprünglichen Vektorraum. Man kann sogar behaupten, dass diese Dualräume oft riesig sind und viele Elemente enthalten, die mathematisch kaum handhabbar sind. Das Ziel der Funktionalanalysis ist es allerdings, die Methoden der mehrdimensionalen Analysis auf unendlichdimensionale Räume auszudehnen und dabei insbesondere Konzepte wie Stetigkeit und Differenzierbarkeit zu untersuchen. Daher werden a priori nur Vektorräume betrachtet, die zumindest den Stetigkeitsbegriff sinnvoll zulassen. Dies sind die topologischen Vektorräume, zu denen alle normierten Vektorräume, insbesondere Banachräume, und Hilberträume gehören.
In einem topologischen Vektorraum sind nun im Allgemeinen nicht alle linearen Funktionale stetig. Die Menge der stetigen Funktionale, die in der Funktionalanalysis von primärem Interesse ist, heißt der topologische Dualraum und wird mit bezeichnet.
Für endlichdimensionale Vektorräume gibt es eine natürliche Topologie (Normtopologie), die aus der euklidischen Norm hervorgeht (genauer gesagt: aus einer beliebigen euklidischen Norm, wenn man eine Basis wählt). Dies ist gerade die Topologie, die der normalen Standard-Analysis zugrunde liegt, und in dieser ist jedes lineare Funktional stetig. Das heißt, der algebraische Dualraum ist gleich dem topologischen Dualraum.
Im unendlichdimensionalen Fall ist der topologische Dualraum (fast) immer ein echter Teilraum des algebraischen Dualraumes.
In normierten Vektorräumen ist ein Funktional genau dann stetig, wenn es beschränkt ist, das heißt
Der topologische Dualraum ist dann automatisch ein Banachraum mit der oben angegebenen Supremumsnorm.
In Hilberträumen ist der topologische Dualraum kanonisch mit dem Ursprungsraum identifizierbar (Darstellungssatz von Fréchet-Riesz). Die Identifikation erfolgt wie im endlichdimensionalen Fall über das Skalarprodukt:
Der topologische Dualraum des Raumes der unendlich oft stetig differenzierbaren Funktionen mit kompaktem Träger auf der reellen Achse (die so genannten Testfunktionen) mit einer bestimmten (hier nicht näher erklärten) Topologie wird als Raum der Distributionen bezeichnet. In diesem Raum liegt auch das weiter oben genannte Beispiel des Dirac-Delta-Funktionals.
Nichtlineare Funktionale traten historisch erstmals in der Variationsrechnung auf. Ihr Studium unterscheidet sich grundlegend von dem der oben beschriebenen linearen Funktionale. In der Variationsrechnung setzt man es sich beispielsweise zum Ziel, die Extremalpunkte solcher Funktionalpunkte zu bestimmen. Zu diesem Zweck benötigt man eine Verallgemeinerung des Ableitungsbegriffs der mehrdimensionalen Analysis, d. h. eine Definition des Differentials des Funktionals. In der Variationsrechnung und in den Anwendungen ist dieses Differential unter dem Namen Variationsableitung bekannt, mathematisch präzisiert wird der Begriff z. B. durch die Fréchet-Ableitung und die Gateaux-Ableitung.
Große Bedeutung in der Anwendung, insbesondere in der klassischen Mechanik haben nichtlineare Funktionale auf Kurvenräumen, wie in dem Beispiel des Bogenlängenfunktionals weiter oben. Man kann dieses Beispiel leicht verallgemeinern.
Wir betrachten wiederum einen Kurvenraum und zusätzlich eine stetig differenzierbare Funktion . Damit definieren wir:
Man sagt, das Funktional L habe einen stationären Punkt bei einer Kurve c, wenn das Differential
für alle Variationen h, das sind Kurven mit Anfangs- und Endpunkt in der Null, verschwindet. Dies ist hier genau dann der Fall, wenn das (gewöhnliche) Differential von F auf der ganzen Kurve c verschwindet:
Betrachtet man einen Kurvenraum und zweifach stetige Funktionen mit zwei Argumenten , so erhält man analog:
stationären Punkte bei einer Kurve c, wenn das Differential
für alle Variationen h, verschwindet. Dies ist in diesem einfachen Fall genau dann der Fall, wenn c die Euler-Lagrange-Gleichung erfüllt, d. h.
Bisweilen, insbesondere in anwendungsnahen Texten, schreibt man eine funktionale Abhängigkeit (im Gegensatz zu der gewöhnlichen funktionellen Abhängigkeit) mit eckigen oder geschweiften statt mit runden Klammern und nennt dabei eventuell ein Dummy-Argument der Argumentfunktion, also I[f] oder I{f(x)} statt I(f).

Filmjahr 1937

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Die Oscarverleihung findet am 4. März im Biltmore Hotel in Los Angeles statt.
Vollständige Liste der Preisträger
Die diesjährigen Filmfestspiele von Venedig finden vom 10. August bis zum 3. September statt. Die Jury vergibt folgende Preise:
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
1888 • 1889 • 1890 • 1891 • 1892 • 1893 • 1894 • 1895 • 1896 • 1897 • 1898 • 1899 • 1900 • 1901 • 1902 • 1903 • 1904 • 1905 • 1906 • 1907 • 1908 • 1909 • 1910 • 1911 • 1912 • 1913 • 1914 • 1915 • 1916 • 1917 • 1918 • 1919 • 1920 • 1921 • 1922 • 1923 • 1924 • 1925 • 1926 • 1927 • 1928 • 1929 • 1930 • 1931 • 1932 • 1933 • 1934 • 1935 • 1936 • 1937 • 1938 • 1939 • 1940 • 1941 • 1942 • 1943 • 1944 • 1945 • 1946 • 1947 • 1948 • 1949 • 1950 • 1951 • 1952 • 1953 • 1954 • 1955 • 1956 • 1957 • 1958 • 1959 • 1960 • 1961 • 1962 • 1963 • 1964 • 1965 • 1966 • 1967 • 1968 • 1969 • 1970 • 1971 • 1972 • 1973 • 1974 • 1975 • 1976 • 1977 • 1978 • 1979 • 1980 • 1981 • 1982 • 1983 • 1984 • 1985 • 1986 • 1987 • 1988 • 1989 • 1990 • 1991 • 1992 • 1993 • 1994 • 1995 • 1996 • 1997 • 1998 • 1999 • 2000 • 2001 • 2002 • 2003 • 2004 • 2005 • 2006 • 2007 • 2008 • 2009 • 2010 • 2011 • 2012 • 2013 • 2014 • 2015 • 2016

Stoss AR

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Stoss
Der Stoss (nicht zu verwechseln mit dem Stoos) ist ein Passübergang im Schweizer Kanton Appenzell Ausserrhoden, der das Appenzellerland mit dem St. Galler Rheintal verbindet. Er liegt östlich des Dorfs Gais, an der oberen Kante des steilen Hangs des Rheintals auf 943 m ü. M.
Am 17. Juni 1405 fand hier die Schlacht am Stoss statt. 400 Appenzeller schlugen eine Truppe von 1200 berittenen äbtischen und habsburgischen Soldaten und besiegelten damit die Loslösung des alten und damals noch ungeteilten Landes Appenzell von der Hoheit des Fürstabtes von St. Gallen. Ein Denkmal erinnert an diesen Tag.
Wie es sich für die beiden seit 1597 getrennten Halbkantone gehört, begingen Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden den 600. Jahrestag der Schlacht getrennt – die katholischen Innerrhoder wie alljährlich mit einer Prozession.
Neben einer Kantonsstrasse führt auch die Schmalspurbahn Altstätten–Gais über den Pass, mit der Haltestelle Stoss an der Passhöhe. Der Scheitelpunkt der Strasse und der Eisenbahnlinie liegt 2.3 km westlich auf 971 m am Hebrig 753095 / 24766547.362049.46544971.
Zur Erinnerung an die Schlacht findet jährlich das Stoss-Schiessen statt. Das Schiessen wird am letzten Wochenende im August ausgetragen. Am 3. April 1927 wurde der Stoss-Schützenverband gegründet.
Schlachtdenkmal
Schlachtkapelle
Ächerli • Agites • Aiguillon • Albis • Albula • Balmberg • Benkerjoch • Belchen (Chilchzimmer) • Bernina • Böhler • Bözberg • Breitehöchi • Brünig • Buechenegg • Chalet-à-Gobet • Challhöchi • Chall • Champex • Chasseral • Chatzenstrick • Croix VD • Croix JU • Etroits • Etzel • Flüela • Forclaz • Furka • Ghöch • Givrine • Glaubenberg • Glaubenbielen • Gottschalkenberg • Grimsel • Grosse Scheidegg • Grosser Sankt Bernhard • Gurnigel • Heitersberg • Hirzel • Hulftegg • Ibergeregg • Jaun • Julier • Kerenzerberg • Klausen • Lein • Lenzerheide • Livigno • Lukmanier • Maloja • Marchairuz • Mollendruz • Mont Crosin • Mont d’Orzeires • Monte Ceneri • Morgins • Mosses • Mutschellen • Neggia • Nufenen • Oberalp • Oberer Hauenstein • Oberricken • Ofen • Orn • Passwang • Pierre Pertuis • Pillon • Planches • Pontins • Pragel • Randen • Rangiers • Raten • Rengg • Ricken • Roches • Ruppen • Rüsler • Saanenmöser • Salhöhe • San Bernardino • Santelhöchi • Sattel • Sattelegg • Schafmatt • Schallenberg • Schelten • Schufelberger Egg • Schwägalp • Schwarzenbühl • Simplon • Splügen • St. Anton • St. Gotthard • St. Luzisteig • Staffelegg • Stoss • Susten • Tourne • Umbrail • Unterer Hauenstein • Vue des Alpes • Wasserfluh • Weissenstein • Wildhaus • Wolfgang
Befahrbare Alpenpässe

Johann Briesmann

Johann Briesmann (auch Brießmann, Brismann, Prysmann, sorbisch Jan Brězan; * 31. Dezember 1488 in Cottbus; † 1. Oktober 1549 in Königsberg) war ein deutsch-sorbischer evangelischer Theologe des 16. Jahrhunderts und Reformator.
Briesmann entstammte einer angesehenen Familie, sein Großvater war zweiter Bürgermeister in seiner Geburtsstadt. Zunächst wurde er um 1510 Franziskaner und immatrikulierte sich 1518, unter dem Rektorat Konrad Wimpinas, in der Universität Frankfurt an der Oder. Im Januar 1520 wechselte er an die Universität Wittenberg, wo er unter dem Einfluss Martin Luthers, im Oktober 1521 zum Litzentaten der Theologie, am 1. Februar 1522 zum Doktor der Theologie promovierte und damit am 2. Februar 1522 einen Sitz in der Theologischen Fakultät der Universität erhielt.
Im Rahmen der Wittenberger Bewegung wurden die Franziskaner durch den Rat der Stadt aus Wittenberg ausgewiesen. Dazu kehrte er nach Cottbus zurück, hatte aber mit seinen Ordensbrüdern schwere Kämpfe wegen der Mönchsgelübde auszustehen. Seinen Standpunkt legte er in dem Sendschreiben „Unterricht und Ermahnung“ dar, das er in Wittenberg drucken ließ. Aufgrund dieser Streitigkeiten kehrte er Ende 1522, durch Vermittlung Georg Spalatins und auf Intervention Luthers nach Wittenberg zurück.
Wieder war es Luther, der Briesmann 1523 dem Hochmeister des Deutschen Ordens Albrecht I. von Brandenburg-Ansbach, als Prediger am Dom in Königsberg empfahl. Mit dem Einverständnis Georg von Polenz begann er Ende Juni seine Reise in das preußische Königsberg und hielt am 27. September 1523 seine erste Predigt im reformistischen Sinne und erlangte das volle Vertrauen von Polentz der in der Folge sein nächster Mitarbeiter wurde.
Seine Predigten waren geistvoll, ernst und auf das Wesen des Evangelium, die Rechtfertigung des Sünders vor Gott, gerichtet. Damit andere Prediger eine Anleitung für die reformistischen Grundlagen erhielten, stellte er 110 Thesen, die „Flosculi de homine interiore et exteriore, fide et operibus“ auf, die entscheidend zum Durchbruch der Reformation in Preußen beitrugen, in der Anlehnung an Luthers Traktat von der Freiheit eines Christenmenschen. Verstärkt wurde die durch ihn initiierte Bewegung, als Paul Speratus 1524 als Schlossprediger nach Königsberg berufen wurde und Johann Poliander 1525 an die Altstädter Kirche in Königsberg berufen wurde.
Als Albrecht am 8. April 1525 in Krakau den Huldigungseid ablegte, wurde Preußen evangelisch. Nun fiel Briesmann die Arbeit zu, eine neue Kirchenordnung aufzustellen, er ließ zahlreiche Predigten als Traktate drucken und wirkte auch dadurch stark auf die Gemeinden ein. Er hatte am 12. Juni 1525 Elisabeth Sackheim geheiratet, Abtissin des Marienklosters in Löbenicht bei Königsberg. Aber nicht theologisch agierte Briesmann; als er die Ehe einging, war er der erste verheiratete Prediger in Preußen.
Seine vielfältigen Engagements und als Vertrauter des Herzogs Albrecht, wurde er Mitglied dessen Regierungskollegiums. Als dieser half er seinem Herzog, gemeinsam mit Andreas Knopke 1527 die Reformation in Riga und Livland durchzusetzen. Dazu reiste er im Oktober 1527 mit seiner Familie nach Riga und verfasste hier seine bedeutende Schrift von der „kurzen Ordnung des Kirchendienstes samt einer Vorrede von Ceremonien“, in der er sich an die Königsberger Ordnung teilweise wörtlich anschloss. Der grundsätzliche Teil war hochdeutsch, die Ausführungsbestimmungen waren niederdeutsch geschrieben.
Als er vier Jahre in Livland gewirkt hatte kehrte er 1531 nach Königsberg als Pfarrer an den Dom zurück. Gemeinsam mit Speratus und Poliander führte er zunächst einen erbitterten Kampf gegen die Schwarmgeisterei des Kaspar Schwenckfeld. Sein Wirken wurde auch in anderen deutschen Städten anerkannt. So wollte ihn die Universität Rostock als Professor und Superintendent berufen. Jedoch lehnte er diese Berufung ab und widmete aber zum Dank der Fakultät 2 Predigten aus dem 4. Kapitel Genesis. Vielmehr war er an der Ordnung und Festigung des evangelischen Gottesdienstes in seiner Gemeinde interessiert.
Als 1544 eine neue Kirchenordnung nötig wurde, arbeitete er diese als „Ordnung vom äußerlichen Gottesdienst und Artikel der Zeremonien, wie es in den Kirchen des Herzogtums zu Preußen gehalten wird“ wiederum aus, die im Wesentlichen den Abschluss der Reformation in Preußen darstellt. Als die Universität Königsberg gegründet wurde, war er einer der maßgeblichen Beteiligten. Er übernahm dessen Führung der Geschäfte, erstellte Gutachten und richtet diese ein. Deshalb wurde er 1546 zu Präsident und Superintendenten des samländischen Bistums.
Jedoch erkrankte Briesmann. Da der überanstrengte Mann nicht mehr die an ihn gestellten Ansprüche erfüllen konnte, legte er seine Tätigkeiten nieder und konnte daher seine Amtspflichten mehr wahrnehmen. Im März 1549 kam es zum Osiandrischen Streit, gegen den Briesmann entschieden auftrat. Da es sich in diesem Streit um die Grundartikel des christlichen Glaubens handelte, wollte er die Entscheidung im Lande vollzogen haben, ohne dass Gutachten von auswärts eingeholt wurden. Mit diesem Protest schließt seine öffentliche Wirksamkeit. Er fiel der Pest zum Opfer und wurde im Chor des Königsberger Doms begraben.

Dispersion (Hydrologie)

Als Dispersion bezeichnet man in der Hydrologie einen Prozess, der ähnlich der Diffusion zu einem Ausgleich von Konzentrationsgradienten im Wasser führt.
Im Porenraum eines Grundwasserkörpers herrscht eine sehr heterogene Verteilung der Strömungsgeschwindigkeiten. Nahe dem Rand einer Pore sind diese z. B. aufgrund der Viskosität des Wassers und der Reibung an der Matrix geringer als in der Mitte der Pore. Ebenso herrschen in benachbarten Poren unterschiedlicher Geometrie unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeiten.
Anfangs direkt benachbarte Wasserteilchen bewegen sich so aufgrund der unterschiedlichen Geschwindigkeiten, mit denen sie transportiert werden, auseinander. Verstärkt wird dieser Prozess durch die Tortuosität des Porenraums, die bewirkt, dass die Teilchen unterschiedliche Wege durch den Porenraum nehmen.
Als Resultat aus diesen Prozessen kommt es, analog zur Diffusion, aber in um Größenordnungen stärkerem Ausmaß, zu einem Ausgleich von Konzentrationsgradienten. Ehemals scharfe Gradienten werden abgeflacht. Tracer-Durchbruchskurven zeigen sanfte Anstiege der Konzentrationen und keine steilen Sprünge, wie sie z. B. bei rein advektiven Prozessen zu erwarten wären.
Der Großteil dieser Abflachung geschieht in Richtung der Wasserströmung, ein kleinerer Teil aber auch senkrecht dazu. Gleichzeitig kommt es aber auch durch Diffusion zu einer weiteren Abflachung. Da die beiden Prozesse nicht trennbar sind, bezeichnet man die Summe von beiden meist als hydrodynamische Dispersion.
Die mathematische Beschreibung dieses Prozesses erfolgt in Analogie zur Diffusion in einer Dimension wie folgt:
wobei
Der Dispersionskoeffizient ist allerdings im Gegensatz zum Diffusionskoeffizienten eine Funktion des Mediums, in dem der Transport stattfindet. Außerdem hat er in die verschiedenen Raumrichtungen unterschiedliche Werte.

Sebastian Rudy

Sebastian Rudy (2010)
2 Stand: 13. Juni 2015
Sebastian Rudy (* 28. Februar 1990 in Villingen-Schwenningen) ist ein deutscher Fußballspieler, der beim Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim unter Vertrag steht und auch für die deutsche Nationalmannschaft aktiv ist. Seine Hauptposition ist im zentralen Mittelfeld, doch wird er zuweilen auch im rechten Mittelfeld oder als rechter Verteidiger eingesetzt.

Sebastian Rudy begann seine Karriere beim FC Dietingen und spielte danach für den SV Zimmern, bevor er 2003 in die Nachwuchsabteilung des VfB Stuttgart wechselte. Bereits zum Ende des Jahres 2007 absolvierte er seine ersten Spiele für die zweite Mannschaft des VfB in der Regionalliga Süd. 2008 wurde Rudy die Fritz-Walter-Medaille in Silber in der Altersklasse U-18 verliehen. Am 30. Juli 2008 unterzeichnete er einen bis Juni 2012 datierten Lizenzspielervertrag beim VfB Stuttgart. Von der Saison 2008/09 an gehörte er dem Kader der ersten Mannschaft des VfB an, spielte aber meist in der zweiten Mannschaft.
Sein Profidebüt gab Rudy am 2. August 2008 (2. Spieltag) bei der 1:3-Niederlage im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Union Berlin in der neugeschaffenen 3. Liga. Nur acht Tage später absolvierte er im Erstrundenspiel des DFB-Pokals beim 5:0-Erfolg beim FC Hansa Lüneburg sein erstes Pflichtspiel für die erste Mannschaft des VfB Stuttgart, mit der er am 13. September 2008 (4. Spieltag) beim torlosen Remis im Carl-Benz-Stadion gegen die TSG 1899 Hoffenheim dann auch sein Bundesligadebüt gab.
Nach 15 Bundesligaeinsätzen in zwei Jahren für die Schwaben wechselte Rudy am 23. August 2010 zur TSG 1899 Hoffenheim und lief am 28. August, als er beim 1:0-Auswärtssieg gegen den FC St. Pauli in der 89. Minute für Peniel Mlapa eingewechselt wurde, erstmals für seinen neuen Verein auf. Am 5. Februar 2011 erzielte Sebastian Rudy seinen ersten Treffer in der Bundesliga.
Sebastian Rudy spielte für mehrere deutsche Junioren-Nationalmannschaften. Er belegte 2007 mit Deutschland bei der U-17-Weltmeisterschaft den dritten Platz. Danach spielte er für die U-18- und die U-19-Nationalmannschaft. Am 4. September 2009 debütierte Rudy für die U-21-Nationalmannschaft, die im EM-Qualifikation-Spiel gegen die Auswahl San Marinos mit 5:0 gewann.
Weil sich nach Bastian Schweinsteiger und Christian Träsch auch noch Sami Khedira und Simon Rolfes verletzten, wurde Sebastian Rudy am 5. Juni 2011 von Bundestrainer Joachim Löw für das EM-Qualifikationsspiel der A-Nationalmannschaft gegen Aserbaidschan am 7. Juni 2011 nachnominiert, kam aber nicht zum Einsatz.
Am 8. Mai 2014 wurde Sebastian Rudy für das Freundschaftsspiel gegen Polen erneut in den Kader der A-Nationalmannschaft Deutschlands berufen. In diesem Spiel debütierte er am 13. Mai 2014 für die deutsche A-Nationalmannschaft. Am 2. September berief ihn Löw wegen personeller Sorgen im defensiven Mittelfeld nachträglich in den Kader für das Freundschaftsspiel gegen Argentinien und für das EM-Qualifikationsspiel gegen Schottland, in dem er von Beginn an spielend sein Pflichtspieldebüt gab.
Rudy hat vier Geschwister. Sein um ein Jahr älterer Bruder Florian ist ebenfalls Profifußballer und derzeit vereinslos. Seit Mai 2014 ist Sebastian Rudy mit seiner langjährigen Freundin Elena verheiratet.
Nadiem Amiri | Oliver Baumann | Ermin Bičakčić | Russell Canouse | Tarik Elyounoussi | Benedikt Gimber | Jens Grahl | Jiloan Hamad | Kai Herdling | Joelinton | Pavel Kadeřábek | Jin-Su Kim | Andrej Kramarić | Kevin Kurányi | Philipp Ochs | Eugen Polanski | Sebastian Rudy | Fabian Schär | Jonathan Schmid | Pirmin Schwegler (C) | Alexander Stolz | Tobias Strobl | Niklas Süle | Jeremy Toljan | Mark Uth | Eduardo Vargas | Kevin Volland | Steven Zuber
Trainer: Julian Nagelsmann

Bahai Center Austria

Das Bahai Center Austria ist das Zentrum und der Verwaltungssitz der österreichischen Bahai-Gemeinde. Es befindet sich im 14. Wiener Gemeindebezirk Penzing in der Maroltingergasse 2.
Das dem Jugendstil zuzurechnende Gebäude wurde im Jahr 1903 als Offizierskasino der Breitenseer Kaserne errichtet. Seit 2010 beherbergt das Haus, das zuvor renoviert wurde, die rund 1200 Mitglieder zählende österreichische Bahai-Gemeinde. Als solches wurde es am 15. Oktober 2010 mit einem Festakt eröffnet.
Im Bahai Center Austria haben unter anderem der Nationale Geistige Rat der Bahai sowie der lokale Geistige Rat der Bahai in Wien ihren Sitz. Mehrmals im Monat finden öffentliche Veranstaltungen statt, darunter Vorträge, Podiumsdiskussionen, interreligiöse Dialoge und Feste. Das Haus besteht aus einem großen Festsaal, einem kleinen Festsaal, einer Bibliothek, mehreren Seminarräumen, einem Kinderzimmer, dem Sekretariat und einem größeren Garten.
48.202836516.3031635Koordinaten: 48° 12′ 10,2″ N, 16° 18′ 11,4″ O

Neoplan N 4021

MAN NG 272(2), Mercedes-Benz O 405 GN
Der Neoplan N 4021 ist ein Gelenkbus-Modell der N40-Serie des deutschen Herstellers G. Auwärter für den Stadtverkehr mit Antrieb auf die Hinterachse (Schubgelenkbus).

Der N 4021 wurde ab 1992 gebaut und trat die Nachfolge des Neoplan N 421 an. Speziell für die Stadtwerke Wilhelmshaven wurde eine Version mit verkürztem Nachläufer, der N 4018, gebaut. Auch der N 4021 wurde unter Lizenz von Neoplan Polska für den osteuropäischen Markt gebaut.
Er verfügt über einen niederflurigen Ein- und Ausstieg an der vorderen und der mittleren Tür, weshalb er auch als Niederflurgelenkbus bezeichnet wird. Eine motorisch betriebene Rollstuhlrampe an der vorderen Tür macht diesen Bus behindertengerecht. Im Bereich der mittleren Tür gibt es einen Stellplatz für einen Rollstuhl oder zwei Kinderwagen. Optional konnten Kunden auch einen Erdgasmotor ordern, folglich änderte sich hier die Bezeichnung auf N 4021 CNG.
Der N 4021 war bei verschiedenen deutschen Verkehrsunternehmen im Einsatz, wurde jedoch inzwischen zum größten Teil durch neuere Fahrzeuge ersetzt. Heute sind diese Fahrzeuge hauptsächlich noch in Osteuropa im Einsatz. 1999 wurde die Produktion des N 4021 eingestellt, es folgte der weiterentwickelte Typ Neoplan N 4421.
Es gab ihn in verschiedenen Ausführungen, u.a. mit der Front des Neoplan N 416.